Ayurveda-Produkte oft mit Schwermetallen belastet

Internethandel schwer kontrollierbar

Ayurveda-Produkte oft mit Schwermetallen belastet

24.10.08 - Ayurveda-Präparate enthalten häufig bedenkliche Mengen von Quecksilber, Blei, Thallium und Arsen. Betroffen sind vor allem Produkte, die über das Internet vertrieben werden.

Ayurveda
Wer Ayurveda-Produkte kauft, möchte sich meist etwas Gutes tun - doch hohe Schwermetallkonzentrationen können das Gegenteil bewirken. Foto: stock.xchng

In den vergangenen Jahren hat es immer wieder Berichte über Schwermetall-Intoxikationen nach der Anwendung ayurvedischer Produkte gegeben. Vor allem hohe Blei-Konzentrationen bereiteten Probleme.

Bei den Schwermetallen handelt es sich in der Regel nicht um Kontaminationen: Die ayurvedische Lehre sieht bewusst den Gebrauch verschiedener Metalle vor, um die Balance der Elemente herzustellen. Dabei finden Kupfer, Zinn, Gold, Eisen, Silber, Zink und sogar Blei und Quecksilber Einsatz. Vor allem die "Rasa shastra"- Schule basiert auf der Verwendung von Metallen.

Doch schon lange haben sich Ayurveda-Präparate über ihre traditionellen Einsatzgebiete hinaus verbreitet. In nordamerikanischen oder europäischen Ländern findet jedoch selten die ganzheitliche Lehre Anwendung. Meist hoffen Patienten, mit einzelnen Elemente oder Produkten Beschwerden zu lindern oder ihr Wohlbefinden zu verbessern. Der unkontrollierte Internethandel boomt.

Im "International Journal of Environment and Health" beschreiben Forscher um Dr. Paul Dargan vom NHS Foundation Trust in London (UK) und Dr. Indika Gawarammana von der University of Peradeniya, Sri Lanka, einzelne Fälle von Blei-Intoxikationen nach der Anwendung von Ayurveda-Produkten.

Studien sollten nun die Häufigkeit solcher Vergiftungen untersuchen, fordern die Autoren, und das potenzielle Risiko von ayurvedischen Produkten abwägen.

fs / Quelle: Medical News Today