In dieser deutschen Multi-Center-Studie wurden mittels anonymem Fragebogen die Prävalenz, die Gründe und Motivation der Eltern, die empfundene Wirkung, die Kosten und die Kommunikation des Einsatzes von Komplementär- und Alternativ-Medizin (KAM) bei Kindern und Jugendlichen mit DMT1 untersucht. 228/346 (65,9%) der Familien in 4 Zentren haben den Fragebogen ausgefüllt. Das mittlere Alter der Diabetes Patienten lag bei 11.9 +/- 3.8 Jahren. 42 Patienten (18.4%) erhielten ?1 Arten von KAM, am häufigsten Homöopathie (14.5%), Vitamine und Mineralstoffe (13.7%), eine modifizierte Diät (12.9%), Aloe Vera (7.3%), und Zimt (5.6%). Die Familien in denen KAM verwendet wurde, hatten ein signifikant höheres Einkommen und eine höhere elterliche Schulbildung (p < 0.05), sowie ein starkes Interesse an Selbstversorgung (p < 0.01). Die elterliche Motivation für die Verwendung von KAM waren die Hoffnung das Wohlbefinden zu verbessern (92.1%), “alles auszuprobieren” (77.8%), und die Annahme, dass es bei KAM weniger Nebenwirkungen gäbe (55.2%). Die Kosten dieser Behandlung variierten zwischen <100 -5000 €, in den meisten Fällen gab es keine Refundierung. Konklusion: Die Verwendung von KAM bei Kindern mit DMT1 ist seltener als bei Erwachsenen. Die Eltern, welche KAM verwenden bezweifeln nicht die Notwendigkeit der Insulintherapie, erhoffen sich dadurch aber eine Verbesserung des Wohlbefindens und der Lebensqualität. |
Autor : annemann K, Hecker W, Haberland H, Herbst A, Galler A, Schäfer T, Brähler E, Kiess W, Kapellen TM Titel : se of complementary and alternative medicine in children with type 1 diabetes mellitus - prevalence, patterns of use, and costs. Quelle : Pediatr Diabetes. 2008 Jun;9(3 Pt 1):228-35. Epub 2008 Mar 5. |