Obwohl der Fruchtzucker einen anderen Weg von der Darmschleimhautzelle ins Blut geht, steigt der Blutzucker an und ist somit nicht empfehlenswert. Größere Mengen können mitunter Blähungen und Durchfall verursachen, weil manche Menschen Fruchtzucker, Sorbit und andere Zuckeraustauschstoffe über den Darm nur eingeschränkt aufnehmen können. Weiters kann bei übermäßigem Verzehr von Fruchtzucker der Triglyceridspiegel im Blut ansteigen. Fruchtzucker oder Sorbit werden als Diabetikerbackzucker, Diabetikergelierzucker etc. verkauft.
Fruchtzucker finden Sie auch in der Diabetikerschokolade. Sie enthält allerdings mindestens genauso viele Kalorien, ist teurer und erhöht den Blutzucker im gleichen Maße wie die herkömmliche Schokolade. Kekse, Süßigkeiten, Kuchen und Mehlspeisen für Diabetiker werden nicht nur in Supermärkten sondern auch in Cafès und Konditoreien zum Verkauf angeboten. Sie zeichnen sich besonders durch Ihren hohen Fettgehalt aus, um den Geschmack zu verbessern – aber gelingt es wirklich an den Geschmack eines herkömmlichen Kuchens heranzukommen?!?
Genießen Sie selten und in kleinen Mengen gewöhnliche Süßspeisen.
Auch für die Herstellung von Diätmarmeladen wird Fruchtzucker und Sorbit verwendet. Sie ist zumindest zuckerreduziert. Wenn Sie max. einen Teelöffel auf Ihr Gebäck streichen, wirkt sich dies auf den Blutzucker nicht steigernd aus – größere Mengen dann doch. Marmeladen mit 70% Fruchtanteil oder Süßstoff zubereitet wären als gleichwertig zu betrachten.
Diät- oder Diabetikerhonig ist lediglich ein Kunsthonig (aus Fruchtzucker und Sorbit hergestellt), der noch nie eine Biene zu Gesicht bekommen hat, wobei der Zuckergehalt genauso hoch ist, wie im echten Bienenhonig und ist daher nicht empfehlenswert.
Zugelassene künstliche Süßstoffe wie Saccharin, Cyclamat, Aspartam, Acesulfam, ..... sind als unterschiedliche Handelsnamen in flüssiger Form, Tabletten oder Streuform erhältlich. Sie werden auch in Lebensmittel wie Light-Limonade, Diätjoghurt etc. zugesetzt. Im Vergleich zu Fruchtzucker haben sie den Vorteil, dass ihr Blutzucker nicht ansteigt (sie sind auch kalorienfrei).
Für jeden dieser Süßstoffe sind ADI-Werte (acceptable daily intake) von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) festgelegt. Damit gibt die WHO an, dass bis zu dieser akzeptierten Menge, der Süßstoff für den Menschen unbedenklich ist.
Leider ist es für den Konsumenten nicht leicht nach zu vollziehen, in welcher Menge der Süßstoff nun wirklich in dem jeweiligen Lebensmittel enthalten ist. Firmen müssen nur die Art aber nicht die Menge der Zusatzstoffe deklarieren. Auch auf Anfrage bei den meisten Firmen ist eine Auskunft nur wage erhältlich.
Wahrscheinlich sind 10 Süßstofftabletten, 1 Fruchtjoghurt mit Süßstoff gesüßt und 1 Liter Light-Limonade täglich für einen 70kg schweren Erwachsenen in einem für die WHO akzeptablen Bereich.
Zum jetzigen Zeitpunkt bleiben künstliche Süßstoffe die beste Option, um ohne Anstieg im Blutzucker den Frühstückskaffee süß zu genießen. Vielleicht steht uns in Zukunft auch die pflanzliche Alternative Stevia ohne Reue zur Verfügung. Ganz sicher ist, dass Fruchtzucker und Zuckeralkohole zum Süßen von Getränken weiterhin nicht geeignet sind. Bienenhonig – gerne als tolles Naturprodukt beworben - sowie aus Fruchtzucker hergestellter Diäthonigersatz, Ahornsirup oder ähnliches steigern den Blutzucker und sind so nicht optimal.
Michaela Wallisch, Diaetologin in freier Praxis, Phorusgasse 12/11-12, A-1040 Wien, e-mail:
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mobil: 0650/925 61 03
Quelle: sanofi aventis, Diabetes News 09 / 2008 www.sanofi-aventis.at.