Diabetes Glossar

Übernommen von
www.besser-leben-dank-insulin.de
Eine Seite von Sanofi - Aventis

siehe auch (ausfühlicher): http://www.diabetes-alphabet.de

Diabetes Glossar



AutoimmunerkrankungBei einer Autoimmunerkrankung entwickelt der Organismus eine Abwehr gegen körpereigene Substanzen. Bei Diabetes Typ 1 werden durch solche Abwehrreaktionen Zellen der Langerhans’schen Inseln zerstört.

Bauchspeicheldrüse
(Pankreas)
Wurstförmiges Organ, das links unterhalb des Magens im mittleren Oberbauch lokalisiert ist. Dort wird Insulin gebildet und ins Blut abgegeben.

Blutkreislauf Versorgungssystem des Organismus. Über das Blut werden die Körperzellen mit Nährstoffen versorgt. Im Blut werden zum Beispiel Sauerstoff, Glukose und Blutfette transportiert.

Blutzuckerspiegel
(Blutglukosespiegel)
Konzentration von Glukose im Blut. Der Blutzuckerspiegel beträgt nüchtern normalerweise 60 bis 100 Milligramm pro Deziliter (mg/dl).

B.O.T - Basalunterstützte Orale Therapie
Bei der B.O.T wird zusätzlich zur bestehenden Tablettenbehandlung – im Idealfall 1mal täglich – ein langwirksames Basalinsulin gespritzt. Diese Therapieform hat den Vor¬teil, dass das noch vorhandene körpereigene Insulin weiterhin genutzt wird. Des weiteren ist diese Form der Kombinationstherapie einfach zu erlernen und mit wenig Aufwand verbunden.

CT - konventionelle Insulintherapie
Bei der CT wird in der Regel 1 bis 2 mal am Tag ein Mischinsulin gespritzt. Der Vorteil dieser Therapie besteht in dem geringen Aufwand. Der Nachteil liegt darin, dass sich die Ernährung nach dem bestehenden Insulinspiegel richten muss.

Diabetes Typ 1
(früher auch jugendlicher Diabetes genannt)
Die Bauchspeicheldrüse des Typ-1-Diabetikers produziert kein oder sehr wenig Insulin. Die Erkrankung beginnt meist im Kindes-, Jugendoder frühen Erwachsenenalter. Die Betroffenen müssen lebenslang Insulin spritzen.

Diabetes Typ 2
(früher auch Altersdiabetes genannt)
Die Bauchspeicheldrüse des Typ-2-Diabetikers produziert nicht mehr ausreichend Insulin. Der Körper reagiert nur noch ungenügend auf die verminderte körpereigene Insulinausschüttung. Die Leistung der Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse (Betazellen) nimmt mit dem Fortschreiten der Erkrankung ab. Die ErkrankuAng beginnt meist im mittleren bis späteren Erwachsenenalter und ist oft mit anderen Erkrankungen wie Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen verbunden. Die Betroffenen nehmen orale Antidiabetika oder spritzen Insulin.

Diabetischer Fuß Durch Schäden an den Nervenbahnen werden kleine Verletzungen an den Füßen kaum noch wahrgenommen. Da die Zuckerkrankheit mit erhöhtem Blutdruck einhergeht, können die Beine nicht mehr ausreichend durchblutet werden; dies verzögert den Heilungsprozess. Es können sich Geschwüre entwickeln, die sehr schlecht heilen. Geeignetes Schuhwerk, regelmäßige Fußpflege und -kontrolle sind zur Vorbeugung unerlässlich.

Diabetisches KomaEin diabetisches Koma tritt dann auf, wenn die Glukosekonzentration im Blut auf sehr hohe Werte ansteigt. Der Körper versucht, den überschüssigen Blutzucker mit dem Urin auszuschwemmen – dabei gehen viele lebenswichtige Mineralstoffe (Elektrolyte) und große Mengen Wasser verloren. Dieser Elektrolyt- und Wassermangel führt im Organismus zu lebensbedrohlichen Stoffwechselstörungen bis zu Bewusstseinstrübung und Bewusstlosigkeit. Die Ausatmungsluft der Betroffenen riecht nach Obst.

Erbanlage
(Gene)
In den Zellen festgelegter Bauplan des Organismus. Die Erbanlage bestimmt zum Beispiel äußere Merkmale wie Haarfarbe und Körperbau, aber auch die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten.

Fette Energie liefernde Nahrungsbestandteile, zum Beispiel in Streichfetten, Ölen, Wurst- und Fleischwaren sowie in Milchprodukten und Käse.

Glukagon Blutzuckersteigerndes Hormon, das unter anderem aus Glykogen und Fettreserven Glukose mobilisiert. Gegenspieler des Insulins.

Glukose Traubenzucker; Baustein der Kohlenhydrate (z.B. in Brot, Nudeln, Reis).

Glykogen Glukose in gespeicherter Form in Leber und Muskeln.

Hormone Körpereigene Substanzen, die Stoffwechselvorgänge steuern (Botenstoffe).

ICT - intensivierten konventionellen TherapieBei der ICT wird zusätzlich zu einem lang wirksamen Insulin, das zur Grundabdeckung des Insulinbedarfs benötigt wird, kurz¬wirksames Insulin zu den Mahlzeiten gespritzt. Der Vorteil der ICT liegt in der Flexibilität beim Essen und der Möglichkeit der Blutzuckerkorrektur durch das schnellwirkende Insulin. Nachteile sind der hö¬here Aufwand durch die Zahl der Injektionen und die mehrfachen Blutzuckermessungen.

Immunsystem Gesamtheit der Abwehrkräfte des Organismus.

Insulin Ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Es bewirkt einen Abfall des Blutzuckerspiegels im Blut. Insulin kann nicht als Tablette geschluckt werden, da es aus Eiweißbausteinen besteht, im Magen verdaut und damit unwirksam werden würde.

Insulinmangel, absoluter Die Bauspeicheldrüse ist nicht mehr in der Lage, genügend Insulin zu bilden und abzugeben, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Zustand beim Diabetes Typ 1.

Insulinmangel, relativer Obwohl Insulin produziert wird, ist die Wirkung nicht ausreichend, um den Blutzuckerspiegel auf den Normalbereich zu senken. Ursachen: Die Insulinrezeptoren sind defekt oder die Wirkung des Insulins ist abgeschwächt. Zustand beim Diabetes Typ 2.

Insulinresistenz Der Körper reagiert nur unzureichend auf Insulin, dadurch ist ein Mehrbedarf an Insulin notwendig.

Insulinrezeptoren Bindungsstellen für Insulin an den Zellen. Das sind Glykoproteine, die sich an der Membran der Leber-, Muskel- und Fettzellen befinden. Erst wenn sich Insulin an die Rezeptoren bindet, nehmen die Zellen vermehrt Glukose auf.

Insulintherapie, intensivierte Bei dieser Therapie wird mehrmals täglich der Blutzuckerspiegel gemessen und nach Bedarf Insulin gespritzt. Insulinpräparate mit unterschiedlicher Wirksamkeit regulieren den Blutzuckerspiegel.

Kohlenhydrate Energie liefernde Nahrungsbestandteile, zum Beispiel: Stärke in Kartoffeln und Getreideprodukten, Zuckersorten wie Haushalts-, Fruchtund Traubenzucker.

Langerhans’sche Inseln Inselartige Zellregionen in der Bauchspeicheldrüse, in denen das Insulin und das Glukagon gebildet werden.

Orale Antidiabetika Arzneimittel, die in Tablettenform eingenommen werden. Sie stellen die Empfindlichkeit der Zellrezeptoren gegenüber Insulin wieder her und verzögern den Anstieg des Blutzuckerspiegels nach einer Mahlzeit.

Pen
(englisch: Stift)
Stiftförmige Injektionshilfe für Insulin.
(siehe OptiPen)

Stoffwechsel Die gesamten Vorgänge des Abbaus und der Umwandlung von Substraten zur Energiegewinnung und zum Aufbau und Abbau des Organismus.

Übergewicht
(Adipositas)
Über dem Normalgewicht liegendes Körpergewicht. Beurteilt wird das Gewicht häufig mit dem Body Mass Index (BMI). ABMI = Körpergewicht (KG) in Kilogramm (kg) durch das Quadrat der Körperlänge in Meter [KG (kg) / m²]. Ein BMI von über 25 gilt als Übergewicht.

Überzuckerung Vermehrter Glukosegehalt im Blut.

Unterzuckerung Absinken des Blutzuckerspiegels auf unter 50 Milligramm pro Deziliter (mg/dl) Glukose. Ein sehr niedriger Blutzuckerspiegel führt zu hypoglykämischen Zuständen, mit Symptomen wie hypoglykämischer Schock mit Pupillenerweiterung, Inkontinenz und Muskelkrämpfen.