Gewichtsreduktionsprogramme unter der Lupe!

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Nr. 04 / 2008

Gewichtsreduktionsprogramme unter der Lupe!

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Index
Highlights
Ernährungstipps
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Was zeichnet nun ein gutes Abnehmprogramm aus?
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Hilfestellung für den ersten Start der Gewichtsreduktion
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Fragen, die für die Planung einer Wanderung/Gewichtsreduktion Unterstützung bieten:
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Über Diabetes
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Über sanofi-aventis
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Highlights
Ernährungstipps

Die heurige Jahrestagung der Deutschen Diabetesgesellschaft vom 30.April bis 3. Mai 2008 stand ganz im Zeichen von Ernährung und Adipositas (Übergewicht). Ein Aspekt der nicht nur bei Fachexperten zu heißen Diskussionen anregte, sondern auch jedem Abnehmwilligen Kopfzerbrechen bereitet, ist die Frage, welches Abnehmprogramm nun wohl das Beste sei.

 

Erfolgreich beim Abnehmen ist man laut Experten dann, wenn die Gewichtsabnahme nicht möglichst schnell geht, sondern der Erfolg langanhaltend/bleibend ist. Trotzdem erscheint es absolut reizvoll mitzumachen, wenn einem ein um 20 kg leichteres Leben in nur 4 Wochen versprochen wird. 

Daten aus der National Weight Control Registry in den USA zeigen welche Faktoren dazu führen, dass Menschen mit Übergewicht mehr als 30 kg abnehmen und dieses Gewicht über mehrere Jahre halten können:

  • Sie essen weniger in Restaurants (75% der Restaurantbesuche sind Fast Food-Restaurants)
  • Sie essen im Durchschnitt ca. 1500 kcal (25% Fett, 55% Kohlenhydrate und 19% Eiweiß)
  • Ein regelmäßiges Ernährungs- und Bewegungsprotokoll wird als hilfreich betrachtet 
  • Sie verbrauchen 2600 kcal mehr pro Woche durch Bewegung (=ca. 10 h spazieren)
  • Sie frühstücken regelmäßig – da es sonst eher zu Heißhungerattacken kommt
  • Sie kontrollieren regelmäßig das Gewicht und wenn es wieder ansteigt, wird meist die wieder erhöhte Fettzufuhr verantwortlich gemacht und diese dann wieder reduziert 

 

Schon in der Minnesotastudie erkannte man 1944, dass Hungern zu Heißhungerattacken, Konzentrationsschwierigkeiten und Stimmungsschwankungen führt. Die 36 jungen und gesunden Männer, die in einem amerikanischen Camp für ein halbes Jahr nur die Hälfte zu Essen bekamen als bisher, beschäftigten sich gedanklich vermehrt mit Essen, konnten Sättigung aber auch Hunger weniger wahrnehmen, zogen sich vermehrt zurück und hatten Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen.

Also auch die berühmte FdH-Methode ist wohl nicht das Gelbe vom Ei, wenn man die Auswirkungen auf Körper und Psyche betrachtet.

Da bei Hungerkuren wie bei der Krautsuppendiät etc. noch weniger Kalorien und Nährstoffe zugeführt werden, sind diese als noch ungünstiger zu bewerten.

 

Atkins und Co vertreten die Theorie, dass ausschließlich Fett- und Eiweißreiche Nahrung ohne Kohlenhydrate d.h. kein Brot/Gebäck, keine Beilagen wie Reis, Kartoffel, Nudeln, keine Milch oder Joghurt, kein Obst zu einer erfolgsträchtigen Gewichtsabnahme führt. Aber schon nach 12 Monaten hatten die meisten Teilnehmer das Ausgangsgewicht wieder erreicht.

 
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Was zeichnet nun ein gutes Abnehmprogramm aus?
  • Es garantiert eine langfristige Betreuung. Man weiß, dass der Erfolg höher ist, wenn eine professionelle Begleitung - sowohl in den Bereichen der Ernährung, Bewegung als auch der Psyche - angeboten wird. 
  • Das Programm soll darauf ausgerichtet sein, dass es Sie schrittweise in einer Umstellung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten unterstützt unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Verhaltensweisen, Gewohnheiten bzw. Rituale. 
  • Ein optimales Ernährungsprogramm sollte individuell für Sie abgestimmt werden. Hinsichtlich Nährstoffversorgung sollte eine ausreichende Kohlenhydrat- und Eiweißzufuhr gewährleistet sein – während besonders bei fettreichen Lebensmittel gespart werden soll. 
  • Gerade wenn Sie Diabetiker sind, ist es von Bedeutung, dass Sie die Betreuung in professionelle Hände legen – Personen finden, die sich gut mit Diabetes auskennen (ein Arzt, der die Medikation laufend abstimmt und Diätologen, die auch in speziellen Ernährungsfragen Antwort bieten) 
  • Es gibt keine Erfolgsgarantie ab, denn wie viele Kilos mit welchem Einsatz erreicht werden können, ist genauso individuell wie jeder von uns aussieht. Wichtige Faktoren, die die Gewichtsabnahme beeinflussen sind Körpergröße, Ausgangsgewicht, Alltags- und Freitzeitbewegung, aber auch die vergangenen Abnehmversuche und der Anteil der Muskelmasse.  
  • Ein angepeiltes Ziel sollte realistisch, durchführbar, positiv und messbar sein. Sie müssen Ihr individuelles Ziel für sich festlegen – das Programm soll keine automatischen Gewichtsvorgaben machen. 

 

Zur Unterstützung der Gewichtsreduktion werden zahlreiche Produkte oder Methoden angeboten. Aber auch mit Unterstützung ist es enorm wichtig, dass eine langfristige Umstellung des Ernährungs- und Bewegungsverhalten erfolgt.

  • Formuladiäten, bei denen mit eiweißreichen und kohlenhydrathältigen Shakes, Riegeln oder Suppen Mahlzeiten in der ersten Abnehmphase ersetzt werden, ermöglicht eine etwas raschere Reduktion der Fettmasse zu Beginn und es kann schrittweise jede Mahlzeit neu umgestellt werden. 
  • Medikamente, wie Rimonabant, Sibutramin oder Orlistat, können zusätzlich zu einer Umstellung des Ernährungs- und Bewegungsverhalten Unterstützung bieten und können so den Erfolg etwas erhöhen. Dies sollte aber immer mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. 
  • Magenverkleinerungsoperationen, wie mittels des Magenbandes oder der Magenbypass, bieten sehr oft schnellen Erfolg. Um aber Mangelerscheinungen sowie einen großen Verlust der Muskelmasse zu verhindern, sollte auf eine ausreichende Eiweißzufuhr und Mineralstoff- und Vitaminzufuhr geachtet werden. 
 
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Hilfestellung für den ersten Start der Gewichtsreduktion

Das Bild einer langen Wanderung möchte ich Ihnen mit auf den Weg zu Ihrem Wunschgewicht geben: als Wanderer auf Ihrem Weg finden Sie Ihr eigenes Tempo, Sie dürfen mal stehen bleiben oder ein paar Schritte zurückgehen. Die Ausrüstung auf Ihrer Reise wählen Sie selbst und sie passt genau zu Ihnen. Wenn die Marschroute hin und wieder nicht ganz klar ist, werfen Sie einen Blick auf Ihre Karte oder fragen Sie Ortskundige um Rat. Und wenn Sie zurückblicken und den Weg betrachten, den Sie bereits zurückgelegt haben, ist es auch erlaubt, stolz zu sein auf das, was Sie schon geschafft haben. 

 
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Fragen, die für die Planung einer Wanderung/Gewichtsreduktion Unterstützung bieten:
  • Welches Ziel möchte ich erreichen? 
  • Wann möchte ich das Ziel erreicht haben? Wie schnell soll es gehen? 
  • Planen Sie auch Zeiten zum Innehalten (Urlaub, Feierlichkeiten,...) ein? 
  • Angenommen Sie haben, das Ziel erreicht, was ist alles besser/anders als jetzt? Worauf werden Sie dann besonders stolz sein? 
  • Gibt es jemanden der ein gutes Wort für mich einlegen kann, wenn die Wanderung zur Durststrecke wird?  
  • Was wird mich motivieren, weiter zu machen? Bei früheren Abnehmversuchen: was hat mich hier motiviert?
  • Bei wem könnten Sie sich Rat holen, wenn Sie mal nicht weiter wissen? 
  • Was hat bei vorherigen Abnehmversuchen schon gut funktioniert und was davon könnte ich lange weiter beibehalten?  
  • Was alles müsste ich aufwenden, um ans Ziel zu kommen? Möchte ich das alles wirklich verändern?  
  • Was soll so bleiben wie bisher? 
  • Wer könnte mir professionelle Unterstützung auf meinem Weg zu meinem Zielgewicht bieten? 

 

Verfasserin: Michaela Wallisch, Diätologin in freier Praxis, Phorusgasse 12/11-12, A-1040 Wien, 0650/9256103,  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Literatur liegt bei der Verfasserin auf!

 
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Über Diabetes

In Österreich leben derzeit über 300.000 DiabetikerInnen. Weltweit gibt es laut WHO derzeit 177 Millionen DiabetikerInnen. Die Tendenz ist stark steigend. Man unterscheidet Typ-1- und Typ-2-Diabetiker und das Stadium des Prädiabetes. Innovative Therapien machen heutzutage ein fast normales Leben möglich. Auf Urlaubsreisen haben DiabetikerInnen aber einige Dinge zu berücksichtigen. Erfahren Sie alles rund um das Thema Diabetes auf unserer neuen Website www.diabetesportal.at. Die „Gute Reise“ finden Sie unter dem Punkt „Im Alltag“.

 
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Über sanofi-aventis
Die sanofi-aventis Gruppe ist eines der weltweit führenden Pharmaunternehmen. Basierend auf einer der erfolgreichsten pharmazeutischen Forschungen weltweit entwickelt sanofi-aventis führende Positionen in sieben therapeutischen Kernbereichen: Herzkreislauf, Thrombose, Onkologie, Diabetes/Stoffwechselerkrankung, Zentrales Nervensystem, Innere Medizin und Impfstoffe. Die sanofi-aventis Gruppe ist in Paris (EURONEXT : SAN) und in New York (NYSE - SNY) gelistet. Nähere Informationen auf www.sanofi-aventis.at.
 
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zuletzt geändert: Mai 28, 2008