pAVK als Markererkrankung der Atherothrombose

pAVK als Markererkrankung der Atherothrombose

 

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1.     Höchstes kardiovaskuläres Risiko

2.     Asymptomatische Patienten herausfinden

3.     Knöchel-Armdruckmessung (ABI)

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1. Höchstes kardiovaskuläres Risiko

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Patienten mit einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) sind die Patienten aus dem Formenkreis der kardiovaskulären Erkrankungen, die das höchste kardiovaskuläre Risiko aufweisen. Dies betrifft nicht nur Patienten mit einer symptomatischen, sondern bereits auch mit einer asymptomatischen pAVK. Wieso ist dies der Fall?

 

 

2. Asymptomatische Patienten herausfinden

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Die pAVK ist eine Erkrankung des Alters, mit einer beinahe exponentiell ansteigenden Prävalenz im Alter. Bei den über 75-Jährigen liegt die Gesamtprävalenz bei rund 30 %, davon sind etwa ¾ asymptomatisch und ¼ symptomatische Patienten. Dieser hohe Anteil an asymptomatischen Patienten verdeutlicht auch das Problem des Managements der pAVK-Patienten. Beachtet der Primärarzt nur Patienten mit einer typischen Symptomatik, wird er nur sehr wenige Patienten in seiner Ordination als Risikopatienten herausfiltern, aber auch diese asymptomatischen Patienten sind mit einem hohen kardiovaskulärem Risiko behaftet. Das heißt, es ist im Umgang mit pAVK-Patienten unbedingt erforderlich, Risikokollektive zu definieren. Dies sind in besonderem Maße der alte Patient > 75 Jahre, Patienten mit Diabetes mellitus und Nikotinabusus, besonders in der dualen Risikokonstellation, sowie auch Patienten mit einem metabolischen Syndrom.

 

 

 

3. Knöchel-Armdruckmessung (ABI)

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Wie können wir diesen Risikopatienten als pAVK-Patienten diagnostizieren? Dies gelänge ganz einfach und nichtinvasiv mit der Knöchel-Armdruckmessung [ABI]. Ein ABI < 0,9 stellt die Diagnose einer pAVK. Daher sollte nach den TASC II-Kriterien diese Untersuchungsmethode auch entsprechend angewandt werden. Der ABI ist auch ein Instrument zur Risikostratifizierung des Patienten. Pro Senkung des ABI um 0,1 steigt das 5-Jahresrisiko für kardiovaskuläre Ereignisse um 10 %. Daher weisen Patienten mit einer schweren pAVK (ABI < 0,5) eine sehr schlechte 5-Jahresüberlebensrate auf. Sie liegt bei 50 %! Die schlechte Überlebensrate ergibt sich aus dem hohen Prozentsatz an kardiovaskulären Ereignissen (koronar und vor allem zerebrovaskulär), an dem die Patienten versterben. Patienten mit pathologischen ABI-Werten alleine, ohne Symptomatik, weisen ein erhöhtes Risiko für Mortalität und Morbidität nach aortokoronarer Bypassoperation, für eine letalen Myokardinfarkt oder einen tödlichen thromboembolischen Schlaganfall im Vergleich zu altersgematchten Patienten mit nicht pathologischen ABI-Werten auf. Symptomatische pAVK ist assoziert mit 4 x häufigerer Mortalität und 8 x häufigerer kardiovaskulärer Mortalität als ein Normalkollektiv im gleichen Alter (Abb.1).

http://www.online-akademie.at/mm/symptomatische_pAVK.jpg

 

 

Autorin:

a.o. Univ.-Prof. Dr. Marianne Brodmann

Klinische Abteilung für Angiologie

Universitätsklinik für Innere Medizin

Medizinische Universität Graz

Auenbruggerplatz 15

8036 Graz

 

Quelle: 

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